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Warum viele Paare ihr Eheversprechen weglassen wollen- und meine Meinung dazu

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ein persönliches Eheversprechen gehört für viele zu den emotionalsten Momenten einer freien Trauung. Trotzdem überlegen erstaunlich viele Paare kurz vor der Hochzeit, ob sie genau diesen Teil lieber weglassen sollen.

Warum ist das so?

Die Antwort hat meist nichts mit fehlenden Gefühlen oder Ideen zu tun.


Eheversprechen schreiben fällt nicht schwer – oder doch?

Viele Paare denken zunächst, dass das größte Problem darin besteht, ein Eheversprechen zu schreiben.


Doch in der Praxis zeigt sich etwas anderes:

Die meisten wissen sehr genau, was sie sagen möchten.

Sie haben Erinnerungen, Gefühle und gemeinsame Erlebnisse – mehr als genug Inhalt für persönliche Worte.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Schreiben, sondern im Aussprechen.


Die häufigste Angst beim Eheversprechen

In Gesprächen höre ich als Traurednerin immer wieder denselben Satz:

Was, wenn ich beim Eheversprechen weinen muss?

Diese Sorge ist völlig verständlich. Ein Eheversprechen findet vor Familie und Freunden statt, alle Blicke sind auf euch gerichtet und die Emotionen sind intensiv.

Viele haben Angst davor:

  • die Stimme zu verlieren

  • den Text nicht mehr weiterlesen zu können

  • sich vor allen verletzlich zu zeigen

Und genau diese Angst führt dazu, dass Paare überlegen, ihr Eheversprechen wegzulassen.


Freie Trauung: Warum echte Emotionen den Unterschied machen

Gerade bei einer freien Trauung geht es nicht um Perfektion, sondern um Persönlichkeit.

Die Momente, die in Erinnerung bleiben, sind selten die perfekt gesprochenen Sätze.


Es sind die echten, ungeplanten Augenblicke:

  • ein kurzes Stocken

  • ein Lächeln zwischendurch

  • oder auch Tränen

In diesen Momenten wird es oft ganz still, weil alle spüren, wie besonders dieser Augenblick ist.


Muss ein Eheversprechen perfekt sein?

Die klare Antwort: nein.

Ein gutes Eheversprechen muss nicht perfekt formuliert oder fehlerfrei vorgetragen werden. Viel wichtiger ist, dass es ehrlich ist.

Echte Gefühle berühren mehr als perfekte Worte.

Deshalb ist es völlig in Ordnung, wenn die Stimme mal zittert oder eine Pause entsteht. Genau das macht eure Trauung einzigartig.


Meine Erfahrung als Traurednerin und Sängerin

Als Traurednerin und Sängerin begleite ich viele freie Trauungen und erlebe diesen Moment immer wieder.

Fast jedes Paar hat im Vorfeld Respekt davor.


Und fast jedes Paar ist im Nachhinein froh, sich darauf eingelassen zu haben.

Denn genau hier entsteht oft der emotionalste Teil der gesamten Hochzeit.


Fazit: Eheversprechen ja oder nein?

Wenn ihr euch fragt, ob ihr ein Eheversprechen machen solltet, lohnt es sich, ehrlich hinzuschauen:

Geht es wirklich darum, dass ihr keine Worte findet?


Oder steckt die Angst dahinter, zu emotional zu werden?

Ein persönliches Eheversprechen ist kein Muss.


Aber es ist eine besondere Möglichkeit, eure Liebe auf eine sehr echte Weise auszudrücken.

Und genau das macht eine freie Trauung so einzigartig.

 
 
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