Warum ich keine KI-Songs auf Hochzeiten singen werde
- 5. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
KI-Songs sind gerade überall.
Sie sind schnell. Sie sind günstig.
Und sie klingen auf den ersten Blick emotional.
Noch werde ich nicht konkret danach gefragt.
Aber ich spüre, dass dieses Thema kommt.
Und bevor KI-Songs still und selbstverständlich Teil von Hochzeiten werden, möchte ich klar sagen, wofür ich stehe.
Denn meine Entscheidung hat nichts mit Angst vor Technik zu tun.
Sondern mit Respekt – vor Musik, vor meiner Leidenschaft und vor dem Moment, den eine Hochzeit für die Menschen bedeutet die ihn erleben.
Ich stehe seit 15 Jahren auf Bühnen – als Leidenschaft, nicht als Option
Ich singe seit über 15 Jahren.
Auf Hochzeiten, auf Veranstaltungen, auf Bühnen unterschiedlichster Größe.
Musik war für mich nie ein Nebenbei.
Sie ist ein Handwerk.
Eine Leidenschaft , die man übt, verfeinert – über Jahre.
Wenn ich singe, bringe ich nicht nur meine Stimme mit.
Ich bringe Erfahrung mit.
Präsenz.
Verantwortung für einen Moment, der für andere Menschen einmalig ist.
Es geht nicht darum, ob KI Musik ersetzen kann
Die falsche Frage ist:
„Kann KI das auch?“
Natürlich kann KI Musik erzeugen.
Texte schreiben.
Melodien bauen.
Stimmungen imitieren.
Die eigentliche Frage ist:
Was passiert, wenn wir beginnen, Kunst nur noch nach Preis und Effizienz zu bewerten?
Wenn Kunst zur Preisfrage wird
KI-Songs wirken attraktiv, weil sie günstiger sind.
Schneller verfügbar.
Planbar.
Aber genau hier verschiebt sich etwas.
Nicht, weil KI besser wäre.
Sondern weil echte Arbeit, echte Berufe und echte Menschen plötzlich vergleichbar werden mit einem Tool.
Hier wird kein Song ersetzt.
Hier wird ein Beruf herabgestuft.
Nicht aus böser Absicht –
sondern aus Bequemlichkeit.
Eine Hochzeit ist kein Ort für Abkürzungen
Eine Trauung ist kein Hintergrundrauschen.
Sie ist kein Programmpunkt.
Sie ist ein Moment, der bleibt.
Was dort gesungen wird,
wer dort steht,
wie dieser Moment getragen wird –
all das prägt Erinnerungen.
Wenn wir anfangen, an genau diesen Stellen Abkürzungen zu nehmen,
verändern wir nicht nur den Ablauf,
sondern den Wert, den wir diesem Moment geben.
Technik darf helfen – aber nicht ersetzen, was Haltung braucht
Ich bin nicht gegen Technik.
Ich nutze sie selbst.
Aber ich glaube, dass nicht alles, was möglich ist, automatisch richtig ist –
vor allem nicht in Momenten, die Bedeutung tragen.
KI kann unterstützen, inspirieren, ergänzen.
Aber sie sollte nicht entscheiden,
wie viel uns echte Musik wert ist.
Meine Entscheidung
Ich werde keine KI-Songs auf Hochzeiten singen.
Nicht aus Angst vor Veränderung.
Nicht aus Trotz.
Sondern, weil ich meinen Verantwortung ernst nehme.
Und weil ich glaube, dass echte Musik eine bewusste Entscheidung ist.
Für Paare, die ein besonderes Highlight wollen
Echte Musik ist kein Kostenpunkt.
Sie ist eine Entscheidung.
Für Präsenz.
Für Erfahrung.
Für einen Moment, der nicht berechnet, sondern erlebt wird.
Und genau dafür singe ich.





